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Nachhall: die "verführerische" FLIMMERKAMMER

Und Action! So ging's los mit dem zweiten Teil der FLIMMERKAMMER, der Stummfilmreihe mit Livemusik vom OJM in den Münchner Kammerspielen, am 17. Januar 2018. (alle Fotos: OJM)

Am Anfang präsentiert sich der mittellose, mit dem Fechten bestens vertraute Student Balduin (dargestellt vom berühmten Theater- und Filmschauspieler Paul Wegener) noch stattlich, wenn auch etwas resigniert ob seiner unerfüllten Sehnsucht nach sozialem Aufstieg und Wohlstand ... 

... auch der satanische Pakt, bei dem Balduin sein Spiegelbild für einen Riesenbatzen Geld verkauft, beschert ihm nicht sehr viele heitere Tage in der High Society, sondern zu viele Horrorbegegnungen mit sich selbst. 

Und am Ende? Erklingen wie zu erwarten war keine Hochzeitsglocken, sondern es blickt dem Publikum ein lebloser Balduin auf einem kühlen Grab entgegen. "Hier ruht Balduin", so die Grabinschrift. Na, hoffentlich hat er wenigstens seine Ruhe gefunden.


Der beste Gradmesser für das Gelingen einer Vorstellung sind wohl die Reaktionen des Publikums - und zugegebenermaßen auch ein bißchen die der Kritiker! Wenn man das Gefühl hat, dass diese Reaktionen übereinstimmen, ist die Freude natürlich groß.

Das Publikum belohnte das OJM unterm Goldportal der Münchner Kammerspiele mit gebannter Konzentration und erstaunter, bisweilen erheiterter Stimmung. Applaus gab's für die Aufführung des innovativ gemachten frühen Stummfilms Der Student von Prag (1913) und die ebenso innovativ geschriebene Musik des jüdischen Komponisten Josef Weiss selbstverständlich auch!  

Die Kritik belohnte uns mit Worten wie "verführerische Reihe" oder "ein fabelhafter Abend in einem Ambiente, das zur Entstehungszeit des Films passt" (die komplette SZ-Kritik von Egbert Tholl ist hier nachzulesen). Der Kollege vom Münchner Merkur twitterte sogleich im Anschluss an die Vorstellung: "Punktgenau, mit Frische und Witz musizierte das @OJM_Muenchen zum Stummfilm "Der Student von Prag" (1913) in der #Flimmerkammer@M_Kammerspiele." Im Folgenden ein Foto der Printversion seiner informativen Kritik:

"Der letzte Schrei": Kritik aus dem Münchner Merkur auf der Titelseite von „Kultur & Leben“, Ausgabe vom 19. Januar 2018.

Beglückt lassen wir unser letztes Konzert nachhallen und freuen uns umso mehr auf die nächste FLIMMERKAMMER #3: Es erwartet euch der Stummfilm Das neue Babylon (1929), eine Liebesgeschichte zu Zeiten der Pariser Kommune; der junge Dmitri Schostakowitsch schrieb dazu seine 1. Orginalkomposition für Film, eine wilde und zugleich intelligente Collage aus verschiedenen musikalischen Stilen und Formen. Zu erleben am 7. März um 21 Uhr in den Münchner Kammerspielen!

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