Profil
Das Orchester Jakobsplatz München wurde 2005 unter der Federführung von Daniel Grossmann, dem heutigen künstlerischen Leiter, gegründet. Das Orchester besteht aus professionellen Musikern aus mehr als zwanzig Ländern. Programmatisch setzt das Ensemble seinen Focus auf selten gespielte Werke jüdischer Komponisten, kombiniert mit Musik des 20./21. Jahrhunderts. Außerdem vergibt das Orchester Kompositionsaufträge mit jüdischem Bezug.
Seit 2007 ist das Orchester Jakobsplatz München regelmäßig im Hubert-Burda-Saal im Jüdischen Zentrum Jakobsplatz mit einem Konzertzyklus zu erleben. Ein fester Bestandteil der Reihe ist seit Herbst 2009 das Konzert zum Jüdischen Neujahr.
Darüber hinaus hat das Orchester in verschiedenen Koproduktionen mit dem Bayerischen Staatsschauspiel mitgewirkt. In Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsoper entstand die szenische Aufführung der Kammeroper „Der Kaiser von Atlantis oder Die Todverweigerung“ von Viktor Ullmann. Ein Höhepunkt in der noch jungen Geschichte des Orchesters war das vielbeachtete Benefizkonzert mit Anne-Sophie Mutter, das weit über München hinaus Interesse fand. Mit der Eröffnung des 9. Jüdischen Sommerfestivals 2006 in Budapest erweiterte das Orchester seinen Wirkungskreis mit großem Erfolg über die nationalen Grenzen hinaus.
Das Orchester Jakobsplatz München hat bereits mit renommierten Solisten zusammengearbeitet, u.a. Anne-Sophie Mutter, Sergej Leiferkus, Ann-Katrin Naidu, Kevin Conners und Tanja Becker-Bender.
Die erste Auslandstournee des Orchesters Jakobsplatz München ging im Herbst 2009 nach Israel, wo das Ensemble unter der Leitung von Daniel Grossmann zusammen mit dem renommierten Cellisten Adrian Brendel mit großem Erfolg in Kiryat Yam, Afula, Haifa, Jerusalem und Tel Aviv gastierten.
Highlight in der Saison 10/11 war eine weitere Auslandstournee mit Konzerten in Moldawien, der Ukraine und Rumänien. Tanja Becker-Bender, eine der profiliertesten Geigerinnen der jungen Generation, konnte als Solistin für diese Konzertreise gewonnen werden. Außerdem wird das Orchester Jakobsplatz München Mitte Februar zum Abschluss der Ausstellung „Hast du meine Alpen gesehen“ die Originalmusik von Paul Hindemith zum Film „Im Kampf mit dem Berge“ von Arnold Fanck aufführen. Für Anfang Februar ist mit der Bayerischen Staatsoper eine weitere Kooperation geplant mit Benjamin Fleischmanns „Rothschilds Violine“, u.a. mit dem Starbariton Sergei Leiferkus sowie von Sarah Nemtsov die Kammeroper „Herzland”. Außerdem ist eine dreiteilige Konzertreihe mit einem Schönberg-Schwerpunkt im Frühsommer angekündigt u. a. mit der Serenade op. 24, dem Lied von der der Erde in seiner Bearbeitung für Kammerorchester und dem 2. Streichquartett.
Für das Label NEOS Music hat das Orchester Jakobsplatz München bereits zwei CDs eingespielt. So konnte im Februar 2008 ein vielbeachtete Einspielung mit Werken von John Cage realisiert werden, sowie im Oktober 2009 eine weitere Neuerscheinung mit Werken des jüdischen Komponisten Paul Ben-Haim, ein Komponist, dem erst seit wenigen Jahren wieder mehr Beachtung geschenkt wird. Mit dem Label NEOS Music ist eine konstante Zusammenarbeit vereinbart.
