Pressestimmen
Süddeutsche Zeitung – Münchner Kultur, Egbert Tholl, 07.12.2011
„In der Kammerfassung von Klaus Simon entbehrt Mahlers vierte Symphonie ohnehin schon eines Teils ihres ursprünglichen Farbenreichtums. Jedoch wird es schön und intim, auch dank der Sopranistin Anna Virovlansky, der man stimmlich und überhaupt unbedingt glaubt, wenn sie von den ‘himmlischen Freuden’ singt. Davor die Partita für Streichorchester, die Gideon Klein 1944 in Theresienstadt schrieb – ein in seiner Fröhlichkeit unbegreifliches, in seiner Trauer erschütterndes, zwischen Moderne und Volkstum pendelndes Stück. Und ‘Voci sommersi’ von Nikolaus Brass: eine feine, geisterhafte Suche nach Licht.“
Abendzeitung, Marco Frei, 07.12.2011 Wie ein Naturlaut
Musik von Mahler, Gideon Klein und Nikolaus Brass mit dem Orchester Jakobsplatz München
„wenn ein junges Orchester von längst etablierten Klangkörpern bisweilen misstrauisch beäugt wird, zeigt das vor allem eines: Mit Werken jüdischer Komponisten, die mit nichtjüdischer und Neuer Musik gekoppelt werden, hat das Orchester Jakobsplatz in der Stadt sein eigenes Profil geschärft. In seinen „Voci sommersi” (deutsche Erstaufführung des Münchners Nikolaus Brass) spüren luzide Obertöne und Geräuschhaftes Mahlers Partiturangabe „Wie ein Naturlaut” nach. Das rein gestimmte Klavier steht im deutlichen Kontrast zu den mikrotonalen Streichern, was stringent verlebendigt wurde. Locker konnte sich diese Brass Interpretation mit manchen Leistungen messen lassen, die man von den eingeführten Orchestern Münchens kennt. Auch Mahlers Vierte gelang stimmig… die Sopranistin Anna Virovlansky traf im Finale den geforderten „kindlichen Ausdruck“ glücklich.“
Süddeutsche Zeitung – Münchner Kultur, Andreas Pernpeintner, 13.10.2011
Guter Start ins Jahr 5772
Das Orchester Jakobsplatz gibt ein furioses Neujahrskonzert
„Die zentrale Erkenntnis aus dem Neujahrskonzert des Orchesters Jakobsplatz zum jüdischen Jahr 5772 im Hubert-Burda-Saal ist, dass sich dieses Orchester unter der Leitung von Daniel Grossmann mittlerweile zu einem vorzüglichen Begleitensemble entwickelt hat. Eigentlich wirkt Grossmanns Dirigat recht unaufgeregt. Doch das Ergebnis ist lebendig und erstklassig: ein dichter, dynamisch agiler Orchesterklang, der spannend begleitet, dabei für die Sänger stets ein stark gebautes Fundament bietet….“
Süddeutsche Zeitung – Münchner Kultur, Klaus Kalchschmid, 17.05.2011
„…Etwas Besonderes bot das Orchester Jakobsplatz – einmal nicht im Jüdischen Zentrum, sondern im Festsaal des Künstlerhauses am Lenbachplatz. Er war akustisch und optisch perfekt für die Kammerversion des ‘Lieds von der Erde’ mit solistisch besetzten Streichern und Bläsern, Harmonium und Klavier von Arnold Schönberg, vervollständigt von Rainer Riehn. Dirigent Daniel Grossmann hatte die Fassung für Tenor und Bariton gewählt, wohl nicht zuletzt, weil er einen Sänger wie Andreas Burkhart zur Verfügung hatte, der trotz seiner 27Jahre bereits ein reifer, vielseitiger Sänger ist….“
Neue Zürcher Zeitung, Marco Frei, 09.02.2011
„So gelang es Sergei Leiferkus in «Rothschilds Geige», die Figur des Jakow mit jenen Zügen zerbrechlicher Schroffheit zu versehen, welche die tragische Komik Tschechows exemplarisch verlebendigte. Unter seinem Leiter Daniel Grossmann zeigte zudem das Jakobsplatz-Orchester, dass es sich seit seiner Gründung 2005 mit neuer und jüdischer Musik in der Orchesterstadt München erfolgreich positioniert hat.“
NMZ, Tobias Hell, 08.02.2011
„ Dass der Bariton ganz in seiner Rolle aufgehen konnte, lag dabei zu einem guten Teil auch an Dirigent Daniel Grossmann, der Fleischmanns von jüdischem Kolorit durchsetzte Partitur vom Orchester Jakobsplatz ganz ohne wehmütige Träne im Knopfloch musizieren ließ und in der grandios gesteigerten Schlussapotheose zu beeindruckender Form auflief.“
Münchner Merkur, Gabriele Luster, 07.02.2011
Jüdische Impressionen
Staatsoper und Jakobsplatz-Orchester im Marstall: Premiere eines Musiktheater-Triptychons
„Mit markantem, voluminösem Bariton, darstellerisch eindringlich, aber aufs Wesentliche verknappt, schafft Leiferkus eine große Operngestalt. Daniel Grossmann hält musikalisch alle Fäden in der Hand, und das mit Streichquintett, Bläsern und Klavier besetzte Mini-Orchester liefert eine reiche Palette an Stimmungen.
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Jörn Florian Fuchs, 06.02.2011
Opulenter Jenseitstrip
„Bei dieser knappen Opernstunde im Marstall in München stimmt einfach alles. Miron Hakenbeck inszeniert präzise, Daniel Grossmann und sein Münchner Jakobsplatz-Orchester lassen Fleischmanns wunderbare Partitur sprühen und funkeln, der schreinernde Geigenfan wird verkörpert von Weltklassesänger Sergej Leiferkus..“
Donaukurier, Sabine Busch-Frank, 06.02.2011
Dreiklang über den Tod
„Musikalisch war diese Oper (“Rothschilds Geige”, Anmerk.der Red.) aus dem Jahr 1941 zweifellos der einprägsamste Teil des Abends, der bei eher zurückhaltender Inszenierung (für alle drei Teile: Miron Hakenbeck) dem Orchester Jakobsplatz München unter Daniel Grossmann bezwingend dicht und farbig gelang.“
Deutschlandradio, Jörn Florian Fuchs, 04.02.2011
Die Geige aus dem Jenseits – Vertonte Erzählungen der Bayerischen Staatsoper
„An dieser knappen Opernstunde (“Rothschilds Geige”) stimmt einfach alles: Miron Hakenbeck inszeniert einfühlsam, präzise, unter die Haut gehend. Daniel Großmann und sein Münchner Jakobsplatz Orchester lassen die wunderbare Partitur sprühen und funkeln, den schreinernden Geigenfan gibt dazu noch ein Weltklasse-Sänger: Sergej Leiferkus.“
Süddeutsche Zeitung – Münchner Kultur, Klaus Kalchschmid, 21.02.2011
Fanck-Film mit Hindemith-Klängen im Jüdischen Zentrum
Hindemith komponierte dazu farbige Musik, die dramatische Steigerungen und feine Kammermusik ebenso enthält wie sie zwischen der Kargheit der Neuen Sachlichkeit und schillernden Klängen à la Franz Schreker oder Korngold wechselt. Streicher, Bläser, ein vielbeschäftigtes Klavier, das sogar die irisierenden Klänge einer Celesta nachahmen muss, und drei Schlagzeuger des Orchesters Jakobsplatz spielten unter Leitung von Daniel Grossmann mit großer Flexibilität eine ‘Alpensymphonie in Bildern’, wie Fanck in Anspielung auf Strauss den Film nannte. Klaus Kalchschmid
Süddeutsche Zeitung, Andreas Pernpeintner, 24.09.2010
„… das Konzert des Orchesters Jakobsplatz zum Beginn des jüdischen Jahres 5771 im Jüdischen Zentrum Jakobsplatz mit Ausschnitten aus Jacques Offenbachs ‘Orpheus in der Unterwelt’ hinreißend. Die Solisten singen großartig, interpretieren mit sprühendem Witz, in Mimik und Gestik herrlich spöttisch überzeichnend: urkomisch Talia Or und Thomas Blondelle bei ihrem gesummten Duett der Eurydice und dem als Fliege getarnten Jupiter. Dazu spielt das Orchester einen farblich bestens abgestimmten Instrumentalpart, aus einem kompakten Grundklang heraus den Affekt gut unterstützend. Obgleich Dirigent Daniel Grossmann in den reinen Instrumentalteilen das üppige, effektreiche Ausholen scheut, führt er in den Gesangsteilen das Ensemble mit auf musikalische Plastizität bedachten Vorgaben.“
Münchner Merkur, Tobias Hell, 23.09.2010
„… und wer Dirigent Daniel Grossmann und seine Musiker bis dato lediglich mit den ernsteren Kollegen Mahler, Krenek oder Schönberg erlebt hat, dürfte überrascht gewesen sein, wie sicher sich das Orchester jetzt auch in der leichten Muse im Takte wiegte. Grossmanns Offenbach versprüht viel französischen Charme, kann bei genauerem Hinhören aber auch ganz schön hart und bissig werden. Eben genau so, wie Operette sein sollte.“
Abendzeitung, Robert Braunmüller, 2./3./4.10.2010
„Der riesige Werk-Katalog des in München leider viel zu wenig gespielten Offenbach reicht für etwa 1000 Konzerte, und die an Neujahr unerlässliche traditionelle Zugabe hat er auch schon gefunden: Was in Wien der Radetzky-Marsch, kann am Jakobsplatz der Can-Can aus ‚Orpheus in der Unterwelt” werden.
Concert Blog Israel, Pamela Hickmann, 14.11.2009
Haydn’s Symphony no. 44 in E minor Hob.1:44 (Morning) brought the concert to a close. Composed in 1771, all four movements are in E minor. (Later in his life, Haydn requested that the slow movement be played at his funeral.) The Allegro con brio was well nuanced, its motifs clearly chiseled, with fine and sensitive brass playing. In the Menuetto, the interest and playful aspect of the canon were played in mellow shades with clear dynamic changes. Following the richly flowing eloquence of the Adagio, the Finale, opening with unison urgency, was infused with young energy. Grossmann’s reading of Haydn’s music is rich in Classical color, placing emphasis on directness and human spirit.
Jerusalem Post 30.10.2009
Interview with Daniel Grossmann during the Israel-tour: „We want people to know about the contribution of Jews to German and European culture, but we also want to draw attention to the beauty of the music per se. And it’s not just German composers. We also perform works by Jewish composers from other countries, like Schulhoff and Ullmann from Czechoslovakia.“
Augsburger Allgemeine Zeitung, 29.4.2009
„In Erwin Schulhoffs „Die Mondsüchtige” waren Präzision und Klangfarbenmalerei des Orchesters ebenfalls bewundernswert. … Von verhalten lockend bis fast spanisch stolz trat das erste Thema des Kopfsatzes auf (Beethoven Klavierkonzert c-Moll: Anmerk.d.Red.), vor Lebensfreude sprühte der ökonomisch begonnene Finalsatz. Bravourös gelang auch das Zusammenspiel inklusive haarfeiner Übergaben mit Dirigent Daniel Grossmann und seinem Orchester Jakobsplatz München. Eben ein gelungenes Ganzes.“
Nordbayerischer Kurier, Sönke Remmert 03.03.2009
„In dieser eindringlichen Interpretation wurde „Kabbalat Schabbat” förmlich zur Entdeckung, und man kann nur hoffen, dass Ben-Haim auch in Deutschland bekannter wird.“
Münchner Merkur, Teresa Grenzmann, 28.08.2008
„Nicht weniger enthusiastisch verläuft die Begegnung mit Hans Werner Henzes Ballettmusik
zu Dostojewskis Roman „Der Idiot”. die Sprecherin Anna Schudt und das junge Orchester erschaffen auch ohne sie einen atmosphärischen Bilderreichtum und bewältigen die temperament- und anspruchsvolle Partitur dabei mit großartiger spielerischer Unbeschwertheit.“
Münchner Merkur, Markus Thiel, 17./18.11.2007
Schlachtfeld ohne Tod
München: Viktor Ullmanns Oper „Der Kaiser von Atlantis”
„Musikalisch gelang dem Orchester Jakobsplatz mit seinem Dirigenten Daniel Grossmann eine sehr stimmige, geschlossene Interpretation. Und für die Besetzung schickte die Staatsoper beste Kräfte vorbei, unter anderem Christian Miedl als Kaiser, Adrian Sämpetrean (Tod) und Elif Aytekin
(Mädchen).“
Jüdische Allgemeine, Ellen Presser, 12.07.2007
Harmonisch erhaben
Das Orchester Jakobsplatz spielte Darius Milhauds „Service Sacré”
„Mit der konzertanten Aufführung des “Service Sacré” an zwei Abenden im Hubert-Burda-Saal des Jüdischen Gemeindezentrums brachte Grossmann eines der wenigen jüdisch-liturgischen Werke der klassischen Musik zu Gehör. Wie der 28- Jährige den 33-köpfigen Chor, die 45 Instrumentalisten und die beiden Solisten zu einem harmonischen Ganzen brachte und damit die erhabene Atmosphäre eines Schabbat-Gottesdienstes beschwor, war bemerkenswert.“
AZ, 23./24.6.2007 Stern der Woche
„Daniel Grossmann (Dirigent), das Orchester Jakobsplatz sowie der Extrachor der Staatsoper – für Milhauds „Service Sacré“ (Hubert- Burda-Saal des Jüdischen Zentrums).“
Süddeutsche Zeitung, Stephan Schwarz, 20.06.2007
Mit dem Eifer des Entdeckers
Das Orchester Jakobsplatz mit Milhauds „Service Sacre”
„Alle Beteiligten, zu denen sich Mitglieder des Extrachors der Bayerischen Staatsoper und der als Sprecher eingesprungene Salek Kutschinski gesellen, widmen sich mit entdeckerischem Eifer und Ernst ihrer Aufgabe. Die gelegentlichen Längen des an oratorischen Vorbildern und Vertonungen der lateinischen Messe angelehnten Werks macht der ausgewogene, milhaudgerecht durchsichtige Orchesterklang wieder wett.“
Abendzeitung, Robert Braunmüller, 19.06.2007
Fröhliches Lob dem Herrn
Milhauds „Service Sacré” im Hubert-Burda-Saal
„Der 28-jährige Dirigent verfügt über eine klare Schlagtechnik. Und was noch wichtiger ist: Er hat Charisma. Grossmann brachte den Extra-Chor mit seinem jungen Orchester zu einem rundum überzeugenden Ensemble. Die Stadt hat mit Grossmans Orchester ein neues Ensemble für ungewöhnliche Projekte gewonnen.“
Süddeutsche Zeitung, Stephan Schwarz, 07.05.2007
Schillernder Gleichklang
Das Orchester Jakobsplatz in der Pinakothek der Moderne
„Das Orchester Jakobsplatz hat trotz seines kurzen Bestehens bereits ein ziemlich breit gefächertes Repertoire. Besonders die Musik des zwanzigsten Jahrhunderts wird von seinem Dirigenten Daniel Grossmann gehegt und gepflegt und immer wieder aufs Programm gesetzt. Das
jüngste Konzert, im Ernst von Siemens-Auditorium der Pinakothek der Moderne zu hören, war den beiden bedeutendsten amerikanischen Komponisten ihrer Epoche gewidmet, John Cage und Morton Feldman. Neben die ausdrucksstark deklamierenden Schauspieler tritt die Musik (Anmerk.der Redak.Feldmann „Words und Music”) , in kristallklaren, aus der Stille extrahierten Klängen, wird sie vom Ensemble in lebendigen Impuls umgewandelt und als Darstellerin neben das Wort gesetzt.”
Süddeutsche Zeitung, Egbert Tholl, 26.04.2007
Sein Einstieg ins Münchner Kulturleben war fulminant.
Süddeutsche Zeitung, Harald Eggebrecht, 19.09.2006
Furios und spannungsvoll
Anne-Sophie Mutters Benefizkonzert im Herkulessaal
„Doch dass der Herkulessaal am Ende voller begeisterter Aficionados war, die Anne-Sophie Mutter und ihren jungen Mitstreitern, den Stipendiaten des „Freundeskreises der Anne-Sophie Mutter Stiftung e.V.” und Mitgliedern des „Orchesters Jakobsplatz”, eine stehende Ovation darbrachten, bewies die Durchsetzungskraft der Musik.“
Münchner Merkur, Andreas Grabner, 08.07.2005
Philip Glass’ Kammeroper „Der Fall des Hauses Usher”
„Hut ab vor dem „Jungen Orchester Jakobsplatz” mit seinen Musikern aus sieben Nationen unter der Leitung von Daniel Grossmann, dass es sich an diese nur scheinbar einfache Partitur wagte. Vor allem wenn Ruby Hughes in der Rolle der Madeline Usher die beiden Männerstimmen von Antony Leiss-Huber und Christian Eber/ mit leidensschwangeren Vokalisen überglänzte, erreichte die Aufführung eine schaurig-hypnotische Eindringlichkeit.“
Süddeutsche Zeitung, Reinhard Schulz, 9./10.07.20005
„Das „Junge Orchester Jakobsplatz” debütiert mit Philip Glass
Dank der konzisen Arbeit von Daniel Grossmann ist ein Anfang gemacht, auf dessen Fortsetzung man gespannt sein darf.“
