Hubert-Burda-Saal
Der Grundstein für das Jüdische Zentrum München wurde am 9. November 2003 gelegt. Bundespräsident Johannes Rau erklärte damals: „Ich wünsche mir und uns allen, dass dieses neue Jüdische Kultur- und Gemeindezentrum ein Ort des Gottesdienstes wird; ein Ort des Dialogs, des gegenseitigen Kennenlernens; ein Ort, der über München hinaus weit in unsere Gesellschaft wirkt.“
Drei Jahre später, am 9. November 2006, wurde die neue Hauptsynagoge, die aktuell zu den größten Synagogenneubauten Europas zählt, feierlich eröffnet. 68 Jahre nach der Zerstörung der einstigen Münchner Hauptsynagoge, die über Jahrzehnte gemeinsam mit den Türmen der Frauenkirche das architektonische Bild der Innenstadt prägte, erhält die jüdische Gemeinschaft der Stadt wieder ein geistiges Zentrum.
Die Jüdische Gemeinde versteht dieses Zentrum als einen Ort der Begegnung und des Miteinanders, ein Forum für die Bürger. Die neue Heimat am Jakobsplatz ist ein offenes Zentrum, ein Treffpunkt für Jung und Alt, für Münchner und Touristen, für Vertreter aller Glaubensgemeinschaften. Die Gemeinde will die einmalige Chance, die sich mit der prominenten Lage bietet, nutzen, um das Areal, das sich vom Viktualienmarkt, über den Sebastians- und Jakobsplatz bis hin zum Oberanger erstreckt, als urbanen Raum neu zu definieren.
Der von Prof. Hubert Burda gestiftete Hubert-Burda-Saal, mit 500 Plätzen, im Herzen des Gemeindehauses hat sich in kürzester Zeit in Münchens Kulturleben etabliert. In dem Saal fand die Eröffnungsveranstaltung der Münchner Opernfestspiele im Juni 2007 statt. Regelmäßig gastieren dort weltberühmte Künstler wie David Geringas, das Klavierduo Tal & Groethuysen oder Konstantin Lifschitz.
Die Gründung des Orchester Jakobsplatz München ist eng mit der Entstehung des Hubert-Burda-Saals verbunden. Hier finden alle Münchner Konzerte des Orchesters statt. Am Beginn stand die Aufführung von Darius Milhauds großem jüdischen Oratorium “Service Sacré” im Juni 2007. Seitdem hat das Orchester in zahlreichen Konzerten im Hubert-Burda-Saal sein außergewöhnliches künstlerisches Konzept umgesetzt.
