Das Orchester Jakobsplatz München wurde von jungen
Mitgliedern der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern gegründet. Angeregt wurde die Gründung durch den Bau des Jüdischen Zentrums Jakobsplatz München. Als Begegnungsstätte für jüdische und nichtjüdische professio-
nelle junge Musiker soll das Orchester den Dialog fördern
und mit der universellen Sprache der Musik zu einer Kultur
des Zusammenlebens beitragen.

Mit zwei Opernproduktionen in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsschauspiel gab das Orchester 2005 sein Debüt. Philip Glass‘ Oper „The Fall of the House of Usher“ folgte Vivaldis szenisches Oratorium „Juditha Triumphans“.
Mit dieser Produktion eröffnete das Orchester auch das
6. Jüdische Sommerfestival in Budapest im August 2006.
Im September 2006 gab ein Teil des Orchesters zusammen mit Anne-Sophie Mutter ein vielbeachtetes Benefizkonzert
zugunsten des neuen jüdischen Gemeindezentrums im
Herkulessaal der Residenz in München.

Seit Anfang 2007 hat das Orchester ein regelmäßiges Konzertprogramm. Hierbei besteht die wichtigste künstlerische Zielsetzung des Orchesters Jakobsplatz München in der Aufführung selten gespielter Werke jüdischer Komponisten sowie in der Vergabe von Kompositionsaufträgen mit jüdischem Bezug. Neben Ivan Fischers „Deutsch-Jiddische Kantate“ brachte das Orchester Gilead Mishory‘s Werk „Di wajte hajmat majne“ zur Uraufführung.
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